Die Vaginalflora der Frau ist ein wichtiger Schutzschild vor schädlichen Keimen. Milliarden unterschiedlicher nützlicher Laktobazillen – auch Milchsäurebakterien genannt – sorgen nämlich für einen sauren pH-Wert (3,8–4,5) in der Scheide, in dem sich krankmachende Bakterien und Pilze nicht vermehren können. Dieser Schutz ist besonders wichtig, um die gesamten Fortpflanzungsorgane von Frauen gesund und funktionsfähig zu erhalten.

Wenn die Zahl der nützlichen Laktobakterien im Vaginaltrakt abnimmt, verändert sich der pH-Wert in der Scheide – nun fühlen sich schädliche Keime wohl und nehmen Überhand – und das resultiert in einer bakterielle Vaginose. Diese führt zu unangenehmen Auswirkungen im Intimbereich. Jede zweite Frau kämpft immer wieder mit Juckreiz, Brennen, Rötungen und gräulich-weißem bis gelblichem, riechendem Ausfluss. Infektionen mit schädlichen Mikroorganismen werden immer wieder mit Antibiotika behandelt – doch dadurch werden nicht nur die schädlichen Keime, sondern auch die verbliebenen nützlichen Lakotbazillen abgetötet. Kein Wunder also, dass zahlreiche Frauen mit hartnäckig wiederkehrenden Problemen im Intimbereich zu kämpfen haben und damit an Lebensqualität verlieren.

Die Vaginalflora der Frau ist ein wichtiger Schutzschild vor schädlichen Keimen.

Die Anwendung von Probiotika hat gerade in der Frauenheilkunde in den letzten Jahren
stark an Bedeutung gewonnen.

Der natürliche ph-Wert einer Scheide liegt eher im sauren Bereich, zwischen 3,8 und 4,5.